Unsere Themen

Das inav-Team steht für qualitative Studiendurchführung. Unsere Studien erfüllen hohe wissenschaftliche Standards, sowie die Nähe zur Praxis. Nur auf dieser Basis ist es uns möglich, kompetente und realistisch umsetzbare Lösungsansätze für Ihr Anliegen zu entwickeln. 

Hier finden Sie eine Auswahl unserer Studien mit kurzer Projektbeschreibung: 

Gegenstand der Studie im Auftrag der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) war die Situation der Sozialversicherung von Selbständigen in einem europäischen Vergleich. Das Hauptaugenmerk der Untersuchung lag dabei auf dem Sozialversicherungszweig der Krankenversicherung; weitere Versicherungsformen wie Arbeitslosen- oder Renten-/Pensionsversicherung wurden ebenso betrachtet. Zum einen wurden die spezifischen Bedarfe, die Selbständige an ihre soziale Absicherung stellen, untersucht. Zum anderen wurde die Situation der Selbständigen(ver)sicherung in Österreich in einen europäischen Kontext eingebettet und ein Vergleich der sozialen Absicherung von Selbständigen mit den Ländern Deutschland, Schweiz, Niederlande, Dänemark und Frankreich durchgeführt. Das Ergebnis: Selbständige werden in Österreich im Vergleich zu allen betrachteten Ländern von den meisten sozialen Sicherungssystemen erfasst. 

Eine entsprechende Pressemitteilung findet sich hier.

 

Dass eine elektronische Patientenakte (ePA) die Effektivität und Effizienz der Ver­sorgung steigern kann, wird heutzutage kaum mehr in Frage gestellt. Sie bietet ein breites Anwendungsspektrum für Patienten, Leistungserbringer und Krankenkassen gleichermaßen. Sie führt zu effizienteren Arbeitsprozessen, verringert die administra­tive Belastung des medizinischen Personals und verbessert außerdem die Versorgung durch die Nutzung entscheidungsunterstützender Systeme. Auch unnötige (Doppel-) Untersuchungen und Folgebehandlungen werden reduziert. Erhalten Patienten Zugriff auf ihre Daten, wird zudem ihre Gesundheitskompetenz gestärkt.

Doch obwohl die Vorteile einer ePA auf der Hand liegen, hat diese nach wie vor den Eingang in das deutsche Gesundheitswesen nicht geschafft – im Gegensatz zu anderen Ländern. Wie ist die ePA in Dänemark, Israel, den USA und Österreich ausgestaltet, die als Vorrei­ter gelten? Welche Rolle können von Unternehmen wie Apple oder Google entwickelte ePA spielen? Welche Schlussfolgerungen können für Deutschland gezogen werden? Und wo steht die Implementierung der hiesigen ePA im europäischen Vergleich? Diesen Fragen geht die Studie auf den Grund.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-technik/detail/deutschland-bei-der-epa-implementierung-auf-platz-10-a-32913

http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/e-health/article/922889/elektronische-patientenakten-deutschland-verliert-anschluss.html

Trotz vermeintlich vieler wissenschaftlicher Publikationen ist die Prävalenz und Inzidenz von Morbus Parkinson nicht bekannt. Neben einer Studie zur Einschätzung der Epidemiologie von M. Parkinson auf Basis aktueller und versorgungsrelevanter Daten (Sekundärdatenanalyse) evaluieren wir derzeit auch einen Fragebogen (Primärdatenanalyse), der an betroffene Patienten versandt wurde. Hierbei gilt es zu verstehen, wie sich Parkinson-Patient subjektiv (sozial-)medizinisch versorgt fühlen. Perspektivisch ist es unser Ziel mit gut fundierter Evidenz im gesundheitspolitischen Bereich Weichen zu stellen, um die Parkinsonversorgung in Deutschland zu optimieren. 

Mit dem MSD Gesundheitspreis werden jährlich herausragende innovative Versorgungsprojekte ausgezeichnet. Der Preis ist mit 110.000 € dotiert, die auf bis zu sechs Projekte verteilt werden, darunter bis zu drei Sonderpreise für E-Health/Digitalisierung, Arztnetze/Community Medicine und Stärkung der Patientenbeteiligung/Adärenz. Auf Basis der Bewerbungsunterlagen übernimmt das inav die Beschreibung der Versorgungsprojekte sowie die Koordination für die Publikation.

http://www.msd.de/verantwortung/versorgungsmanagement/msd-gesundheitspreis/archiv/

Zudem gibt die Projektdatenbank Versorgung verbessern. Auf einen Blick zusammengefasst einen Überblick über die eingereichten Projekte. Diese werden jährlich vom inav verschlagwortet. Über die Suchmaske können dann die wichtigsten Informationen zu den Projekten abgerufen werden.

http://www.msd.de/verantwortung/versorgungsmanagement/msd-gesundheitspreis/projektdatenbank/

Das eigene Zuhause hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutsamen Gesundheitsstandort entwickelt. Der Hausnotruf ermöglicht es Pflegebedürftigen, die allein in der eigenen Häuslichkeit leben, im Notfall per Knopfdruck Kontakt zu einer Servicezentrale herzustellen, die daraufhin notwendige Hilfemaßnahmen einleiten kann. Der Hausnotruf schafft somit die Rahmenbedingungen für schnelle Hilfe im Bedarfsfall, wodurch mögliche Komplikationen im Falle eines Sturzes vorgebeugt und die Progression der Pflegebedürftigkeit dabei potenziell verlangsamt werden kann. Das inav untersucht vor diesem Hintergrund die Potenziale dieses technischen Hilfsmittels hinsichtlich möglicher Effekte auf die Inanspruchnahme von Gesundheits- und Pflegeleistungen. Grundlage der Analysen bilden Routinedaten einer regionalen Pflegekasse. Unter Anwendung verschiedener Matching-Verfahren werden die gesundheitlichen und pflegerischen Verläufe von pflegebedürftigen Hausnotrufnutzern denen von Nicht-Nutzern gegenübergestellt.

Schmerzerkrankungen und insbesondere Rückenschmerzen stellen - trotz fortgeschrittenem Stand der Medizin - noch immer eine große Herausforderung dar. Lange Leidenswege, viele therapeutisch Beteiligte und für die Patienten nicht immer durchschaubare Gesundheitssystemstrukturen sind kennzeichnend und oft verbinden sich damit auch noch sehr hohe Kosten.

In dieser Versorgungsforschungsstudie erarbeitete das inav einen umfangreichen Überblick über die aktuelle Versorgungsituation im Bereich der Rückenschmerztherapie.  Neben der Beschreibung und Analyse der Versorgungsstrukturen sowie den bestehenden  Herausforderungen fokussierte sich der umfangreiche Desk Research kombiniert mit Experteninterviews auf die Identifikation und Darstellung erfolgversprechender Konzepte und in der Praxis bewährter Modelle in der Rückenschmerztherapie.

Die Ergebnisse der Recherche wurden in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl an Mitautoren in einem Buch beim Medizinisch Wissenschaftlichen Verlag veröffentlicht. Weiteres hierzu finden Sie in unserer Publikationsliste.

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Mit dem Präventionsprogramm „aha! - ab heute anders“ sollen in hausärztlichenPraxen Versicherte angesprochen werden, bei denen ein Risiko vorliegt, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Ziel ist es, mit Hilfe ärztlicher Beratung und Betreuung sowie den angebotenen unterstützenden Lebensstilinterventionen das Auftreten der Erkrankung zu verzögern oder gar zu vermeiden sowie die Lebensqualität der Versicherten zu verbessern.

Auf Basis des erfolgreich umgesetzten und positiv evaluierten Modellprojektes aha!1.0 in Schleswig-Flensburg, wird nun das aha!-Programm flächendeckend auf Schleswig-Holstein ausgerollt. Dies erfolgt ab 01. Juli 2014 gemeinsam mit den Projektinitiatoren sowie der Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, der AOK NORDWEST, der BARMER GEK und der DAK-Gesundheit. Unterstützt wird das Projekt durch das Unternehmen MSD Sharp & Dohme GmbH.

Die Studie ist als prospektive, multizentrische Studie im Eingruppendesign angelegt, ohne Einbezug von medikamentöser Behandlung. Mit einem standardisierten Fragebogen (FINDRISK-Test) wird das individuelle Risiko des Patienten ermittelt, in den nächsten zehn Jahren an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken.  Je nach Risikoscore erhält der Versicherte das aha!-Programm für Lebensstilintervention oder das aha!-Programm gemeinsam mit einer PRAEDIAS-Schulung. Die Daten werden deskriptiv ausgewertet, wobei der Einfluss des aha!-Programms auf den Gewichtsverlust, Taillenreduktion, den HbA1c-Wert, die Gesundheitszielvereinbarung sowie die Lebensqualität untersucht werden. Die Evaluation erfolgt über eine Laufzeit von zwei Jahren.

Weitere Informationen zu dem aha!-Projekt im Internet unter www.ab-heute-anders.de.

Hier finden Sie einen einführenden Kurzfilm zum aha!-Projekt.

 

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Das inav beschäftigt sich schon seit Längerem mit der Rolle der Gendermedizin in Deutschland. Hierbei geht es vor allem darum, wie Genderaspekte in innovative Versorgungskonzepte einfließen können.

Basierend auf den Ergebnissen einer gezielten Literaturrecherche entwickelte das inav gemeinsam mit einer Gender-Expertin sowie unserem Kooperationspartner einen Fragebogen. Versorgungsmanager der größten GKVen sowie Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) wurden dazu befragt, welche Rolle die Gendermedizin derzeit in der Versorgung spielt und welche Potenziale sich daraus ergeben könnten. Die Ergebnisse lieferten interessante Einblicke zur Implementierung der Gendermedizin in Deutschland. So sehen zum Beispiel beide Parteien (Kassen und Ärzte) die Verantwortlichkeit, gender-spezifisch zu versorgen, vor allem auf Seite der Ärzteschaft. Auch äußerten die Beteiligten die Wichtigkeit der Integration von Genderaspekten in Leitlinien (Top-down-Ansatz der Implementierung).

Die Ergebnisse der Befragung haben wir in einem Kommentar im Deutschen Ärzteblatt sowie in einem Artikel in der G+G veröffentlicht. Beide Artikel stehen Ihnen in unserer Publikationsliste zum Download zur Verfügung.

 

Zusammen mit der OcuNet Gruppe (einem verbandlichen Zusammenschluss großer augenchirurgischer Zentren und unabhängiger Praxen) arbeiten wir regelmäßig an gesundheitspolitisch aktuellen Themen. Derzeit wird, aufbauend auf einer bereits vorangegangenen Studie, das Thema des Belegarztwesens näher untersucht. Die gezielte Literaturrecherche ergab, dass der bereits implementierten und funktionierenden Form der Verbindung ambulanter und stationärer Versorgung bislang nicht ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt worden ist. Gerade für kleinere Fachdisziplinen bietet das Belegarztwesen jedoch großes Potenzial für erfolgreiche Zusammenarbeit. Der Fokus der qualitativen Studie, basierend auf strukturierten Experteninterviews, liegt auf der Bedeutung, Relevanz und Zukunftsfähigkeit dieser Form der Versorgungsbeziehung aus Perspektive sowohl der Krankenhäuser als auch der ambulant tätigen Ärzte. Ziel ist es, die Ergebnisse zu publizieren und gesundheitspolitisch zu positionieren.

Auch hieraus sind verschiedene Publikationen entstanden, die Sie in unserer Publikationsliste finden.

Für das Schweizer Gesundheitsministerium (BAG) führte das inav gemeinsam mit dem Schweizerischen College M aus Bern eine Studie über die fachlichen und regionalen Fehlverteilungen von Ärzten durch. Im Fokus stand ein systematischer Literaturreview zu den internationalen Erfahrungen bei der Steuerung ärztlicher Weiterbildung. Ergänzt wurde dies durch qualitative Experteninterviews in sieben Ländern. Das Gutachten stellt nicht nur die Studienlage dar, sondern erarbeitet insbesondere mögliche Lösungsansätze für die Schweiz.

Sie finden das Gutachten in unserer Publikationsliste zum Download.

In dem Gutachten zur Augenheilkunde wurde analysiert, inwieweit die augenärztliche Versorgung in Deutschland sichergestellt ist. Das Gutachten gliederte sich in zwei Abschnitte. Im ersten Teil wurde die derzeitige Situation der Augenheilkunde in Deutschland tiefgehend eruiert und der zukünftige Versorgungsbedarf ermittelt. Im zweiten Abschnitt wurde eine empirische Analyse zur Bedeutung der Sehkraft bei Stürzen durchgeführt.

Dass das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) weitreichende Konsequenzen für unser Gesundheitswesen hat ist klar. Welche Stakeholder jedoch vor allem betroffen sind und welche Auswirkungen das Gesetz auf den Innovationsstandort Deutschland hat, ist im zweiten Jahr nach Inkrafttreten noch völlig unklar. Das inav führte eine systematische Literaturrecherche durch, um die Auswirkungen des AMNOG sowohl im zeitlichen Ablauf als auch in Abhängigkeit der verschiedenen Akteure zu beleuchten.