TeleDermatologie – Allgemein-, Fach- und Notfallmedizin im ländlichen Raum am Beispiel Dermatologie 

Themenfeld:
Versorgungsmodelle in strukturschwachen oder ländlichen Gebieten

Bundesland:
Mecklenburg-Vorpommern

Projektlaufzeit:
2017–2020

Projektbeschreibung:
So­wohl die haus­ärzt­li­che als auch die fach­ärzt­li­che Ver­sor­gung ge­hen auf dem Land im­mer wei­ter zu­rück. In Meck­len­burg-Vor­pom­mern bei­spiels­wei­se kon­zen­trie­ren sich Haut­arzt­pra­xen vor al­lem in Zen­tren und Mit­tel­zen­tren, wäh­rend länd­li­che Ge­bie­te zu­neh­mend ei­nen Man­gel auf­wei­sen. Die Fol­gen für die in dem Bun­des­land le­ben­den Pa­ti­en­ten sind un­ter an­der­em lan­ge War­te­zei­ten auf ei­nen Ter­min und ei­ne schlech­te Er­reich­bar­keit der­ma­to­lo­gi­scher Fach­arzt­pra­xen. Ziel des Pro­jek­tes ist die Er­pro­bung ei­ner te­le­me­di­zi­ni­schen Ver­sor­gung für die Be­hand­lung von Pa­ti­en­ten mit Haut­er­kran­kun­gen im länd­li­chen Raum.

Der Schwer­punkt des Pro­jek­tes liegt auf der Im­ple­men­tie­rung ei­nes te­le­me­di­zi­ni­schen Kon­sils zwi­schen Ärz­ten (Haus­ärz­te, Ärz­te in Not­auf­nah­men) und Der­ma­to­lo­gen (nie­der­ge­las­se­ne Der­ma­to­lo­gen oder Haut­kli­nik) mit Hil­fe ei­ner App. Die Der­ma­to­lo­gie ist für ein te­le­me­di­zi­ni­sches Ko­nsil be­son­ders gut ge­eig­net, da sich symp­to­ma­ti­sche Haut­ver­än­de­run­gen üb­er Bil­der leicht ver­mit­teln lassen. Der be­treu­en­de Arzt fo­to­gra­fiert die be­trof­fe­ne Haut­stel­le des Pa­ti­en­ten und sen­det das Bild zu­sam­men mit In­for­ma­tio­nen zur An­am­nese und Symp­to­men an den der­ma­to­lo­gisch­en Spe­zi­al­is­ten. Die­ser gibt Emp­feh­lun­gen zum wei­te­ren Vor­ge­hen. Die Eva­lua­tion des der­ma­to­lo­gi­schen Te­le­kon­sils er­folgt mit­tels der Ana­ly­se von Rou­ti­ne­da­ten, Pa­ti­en­ten- und Ärz­te­be­fra­gun­gen, so­wie Fo­kus­grup­pen­be­fra­gun­gen und Ex­per­ten­ge­sprä­chen.

Das Pro­jekt wird mit ca. 1,8 Mil­lio­nen Eu­ro ge­för­dert. Im Er­folgs­fall soll die neue Ver­sor­gungs­form auf an­de­re struk­tur­schwa­che, länd­li­che Re­gi­on­en über­tra­gen wer­den. Die App so­wie das zu­grun­de­lie­gen­de te­le­me­di­zi­ni­sche Kon­zept könn­ten künf­tig wei­ter­hin auch für an­der­e Fach­rich­tun­gen an­ge­passt wer­den.

Konsortialführer:
Techniker Krankenkasse

Weitere Konsortialpartner:
Universitätsklinikum Greifswald (Lehrstuhl Dermatologie), InfoKom Informations- und Kommunikationsgesellschaft mbH

Ansprechpartner im inav:
Dr. Tonio Schönfelder, Anja Mocek

Weitere Informationen unter:
Gemeinsamer Bundesausschuss