Dimini – Diabetes mellitus? – Ich nicht!

Themenfeld:
Verbesserung der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten und Förderung der Gesundheitskompetenz

Bundesländer:
Hessen, Schleswig-Holstein

Projektlaufzeit:
2017-2020

Projektbeschreibung:
Diabetes mellitus Typ 2 (DMT2) zählt in Deutschland mit inzwischen mehr als sechs Millionen Betroffenen zu den Volkskrankheiten mit einer der höchsten Prävalenz. Darüber hinaus sind schätzungsweise weitere drei bis fünf Millionen Menschen von unentdecktem DMT2 oder einem erhöhten Blutzuckerwert betroffen. Langfristig gesehen kann DMT2 bei Betroffenen zu schweren Folgeerkrankungen führen und hohe Kosten verursachen. Daher ist es besonders wichtig, relevante Risikoparameter rechtzeitig zu erkennen und diesen frühzeitig mit adäquaten Präventivmaßnahmen zu begegnen. Ziel des Präventionsprojektes Dimini ist die Steigerung der Gesundheitskompetenz von Patienten mit einem erhöhten Risiko an DMT2 zu erkranken. Auf diese Weise sollen langfristige verhaltenspräventive Veränderungen erreicht werden.

Zur frühzeitigen Identifikation von Menschen mit hohem DMT2-Risiko wird der so genannte FINDRISK-Test eingesetzt, der das individuelle Risikoprofil anhand von acht einfach zu beantwortenden Fragen u.a. zu Körpergröße, Gewicht und Ernährungsgewohnheiten ermittelt. Darauf aufbauend erhalten die Betroffenen über einen Zeitraum von drei Monaten die bedarfsgerechte Dimini-Lebensstilintervention. Diese enthält ein Set von gesundheitsrelevanten Informationen sowie die Aufforderung, ein analoges Ernährungs- und Bewegungstagebuch zu führen. Optional können Betroffene auch in einer App sämtliche Bestandteile der Lebensstilveränderung abrufen und dokumentieren. Hausärzte wirken in Form von Zwischencoachings unterstützend und begleitend in dem Projekt mit.

Die Wirksamkeit der Lebensstilintervention wird durch eine randomisierte kontrollierte Studie untersucht. Eingesetzt werden hierbei quantitative Auswertungen durch validierte Fragebögen und qualitative Auswertungen durch Fokusgruppen- und Einzelinterviews. Primärer Endpunkt ist das Körpergewicht. Darüber hinaus werden Bauchumfang, HbA1c-Wert sowie das Ernährungs- und Bewegungsverhalten und die Lebensqualität der Teilnehmer untersucht.

Konsortialführer:
Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein

Weitere Konsortialpartner:
AOK Hessen, AOK NordWest, BARMER, DAK-Gesundheit, Techniker Krankenkasse, docevent GmbH, Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Kooperationspartner:
Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V., Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation e.V., MSD Sharp & Dohme GmbH

Ansprechpartner im inav:
Dr. Franziska Püschner, Dr. Nick Bertram, Sebastian Binder

Weitere Informationen unter:
Dimini Homepage
Gemeinsamer Bundesausschuss
Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein