LeIKD – Lebensstil-Intervention bei Koronarer Herzkrankheit und Diabetes

Themenfeld:
Verbesserung der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten und Förderung der Gesundheitskompetenz

Bundesländer:
Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt

Projektlaufzeit:
2017-2020

Projektbeschreibung:
Die großen Volkskrankheiten, wie z. B. Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen, betreffen die meisten Menschen früher oder später einmal in ihrem Leben. Besonders die Kombination dieser Krankheiten lässt das Risiko einer erhöhten Morbidität und Mortalität exponentiell ansteigen. Die Entwicklung und Erprobung neuer Versorgungsmodelle für diese Krankheiten ist daher von großer Wichtigkeit. LeIKD ist ein Lebensstil-Interventions-Projekt, das sich an Hochrisikopatienten mit einer Kombination von Diabetes mellitus Typ 2 (DMT2) und koronarer Herzerkrankung widmet.

Das Ziel von LeIKD ist die Optimierung und Zielwerterreichung kardiovaskulärer Risikofaktoren durch eine nachhaltige Stärkung der Gesundheitskompetenz von Hochrisikopatienten mit DMT2 und koronarer Herzkrankheit. Langfristig soll somit die Morbidität und die Mortalität der Betroffenen gesenkt werden. Durch Aktivitäts- und Pulsmesser, eine App zur Kommunikation zwischen den Patienten und Ärzten, individuelle Bewegungs- und Ernährungsprogramme sowie bestehende Gesundheitsprogramme der Techniker Krankenkasse werden die Patienten bedarfsgerecht an eine Lebensstiländerung herangeführt.

Zur Evaluation des Projektes wird eine multizentrische randomisierte kontrollierte Studie durchgeführt. Im Rahmen der Studie soll untersucht werden, ob der Lebensstil der Patienten positiv beeinflusst sowie die Gesundheitskompetenz und die gesundheitsbezogene Lebensqualität gesteigert werden können. Für die Evaluation werden Ergebnisse aus medizinischen Untersuchungen, Patientenbefragungen und Routinedaten der Techniker Krankenkasse herangezogen. Primärer Endpunkt ist der HbA1c-Wert der Patienten. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität, die Gesundheitskompetenz und verhaltensbezogene Parameter werden mittels validierter Fragebögen erhoben.

Die Förderung des Projektes beträgt für drei Jahre insgesamt ca. 4,5 Millionen Euro. Im Erfolgsfall wird eine deutschlandweite Übertragung angestrebt. Die Eröffnung weiterer Standorte soll hierbei sukzessive beitragen.

Konsortialführer:
Techniker Krankenkasse

Konsortialpartner:
Präventive und rehabilitative Sportmedizin, Klinikum rechts der Isar, TU München (TUM); IDS – Diagnostic Systems AG; inav – privates Institut für angewandte Versorgungsforschung GmbH

Ansprechpartner im inav:
Hanna Sydow, Anja Mocek

Weitere Informationen unter:
Gemeinsamer Bundesausschuss
Techniker Krankenkasse