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LEX LOTSEN OWL – Eckpunkte zur Governance von Patientenlotsen

Das Projekt LEX LOTSEN OWL (LLO) untersucht, wie Care und Case Management (CCM) Lücken in der sektorübergreifenden Versorgung von Hochrisikopatient:innen schließen kann. Auf Basis eines hybriden Studiendesigns wird in Ostwestfalen-Lippe (OWL) erforscht, wie CCM nachhaltig etabliert und skaliert werden kann – für eine bessere Koordination, Kontinuität und Patientenerfahrung.

Seit Januar 2024 erprobt die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe gemeinsam mit Krankenkassen und Gesundheitseinrichtungen im Projekt LEX LOTSEN OWL, wie der Einsatz von Patientenlots:innen organisiert und in die Regelversorgung überführt werden kann. Care und Case Management (CCM) gilt als vielversprechender Ansatz, um Versorgungslücken bei Patient:innen mit komplexen Bedarfen zu überbrücken. Bisher fehlen jedoch Studien, die sowohl die flächendeckende Implementierung als auch die Wirksamkeit für die Patient:innen untersuchen. Das Projekt LEX LOTSEN OWL schließt diese Lücke: In sieben Landkreisen der Region OWL wird ein hybrides Studiendesign angewendet, das Implementierungsforschung mit einer randomisierten kontrollierten Studie (RCT) verbindet.

Methodik

Das Projekt kombiniert zwei Komponenten:

  • Implementierungsforschung: Begleitend zur Einrichtung von Lotsenbüros in OWL werden qualitative und quantitative Methoden eingesetzt, um Erfolgsfaktoren und Barrieren zu identifizieren (Interviews, Dokumentenanalysen, Prozessmetriken).
  • Wirksamkeitsforschung: Patient:innen mit komplexem Versorgungsbedarf werden randomisiert einer CCM-Gruppe oder einer Kontrollgruppe (Regelversorgung) zugeteilt. Primäre Endpunkte sind die relationale Koordination (Gittell Relational Coordination Questionnaire) bezogen auf die Lotsenbüro-Interventionskomponente und die erlebte Versorgungsqualität (PEICS) bezogen auf die Lotsenbegleitung-Interventionskomponente aus Patient:innensicht. Sekundäre Endpunkte umfassen (Wieder-)Einweisungen ins Krankenhaus, Mortalität, Lebensqualität, Selbstmanagement sowie Selbstwirksamkeit von pflegenden Angehörigen.

Potenzial

Die Studie liefert Evidenz zu strukturellen und prozessorientierten Faktoren, die die Implementierung von CCM beeinflussen. Gleichzeitig wird die Wirksamkeit des Care und Case Managements bewertet. Die Ergebnisse können zeigen, wie ein indikationsunabhängiges CCM in verschiedene Versorgungssettings integriert werden kann. Durch Einblicke in Governance-Strukturen, organisatorische Strategien und patientenspezifische Vorteile trägt LEX LOTSEN OWL dazu bei, koordinierte, kontinuierliche und partizipative Versorgung in der Routine zu stärken. Zudem werden Skalierungsfaktoren analysiert, die für Entscheidungsträger:innen relevant sind.

Das Modellprojekt LEX LOTSEN OWL wird mit sieben Mio. Euro aus dem Innovationsfonds gefördert.

LEX LOTSEN OWL hat das Potenzial, nachhaltige, patientenzentrierte Versorgungsmodelle zu entwickeln und damit die Gesundheitsversorgung in Deutschland langfristig zu verbessern.

 

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Hier erfahren Sie mehr über das Projekt LEX LOTSEN OWL Menschen begleiten – Leben verbessern.