Projekte

Dimini

Diabetes mellitus? – Ich nicht!

Ziel des Präventionsprojektes Dimini ist die Steigerung der Gesundheitskompetenz von Patienten mit einem erhöhten Risiko an DMT2 zu erkranken. Auf diese Weise sollen langfristige verhaltenspräventive Veränderungen erreicht werden.

Relevanz des Themas

Diabetes mellitus Typ 2 (DMT2) zählt in Deutschland mit inzwischen mehr als sechs Millionen Betroffenen zu den Volkskrankheiten mit einer der höchsten Prävalenz. Darüber hinaus sind schätzungsweise weitere drei bis fünf Millionen Menschen von unentdecktem DMT2 oder einem erhöhten Blutzuckerwert betroffen. Langfristig gesehen kann DMT2 bei Betroffenen zu schweren Folgeerkrankungen führen und hohe Kosten verursachen. Daher ist es besonders wichtig, relevante Risikoparameter rechtzeitig zu erkennen und diesen frühzeitig mit adäquaten Präventivmaßnahmen zu begegnen.

Gegenstand des Projektes

Zur frühzeitigen Identifikation von Menschen mit hohem DMT2-Risiko wird der so genannte FINDRISK-Test eingesetzt, der das individuelle Risikoprofil anhand von acht einfach zu beantwortenden Fragen u.a. zu Körpergröße, Gewicht und Ernährungsgewohnheiten ermittelt. Darauf aufbauend erhalten die Betroffenen über einen Zeitraum von drei Monaten die bedarfsgerechte Dimini-Lebensstilintervention. Diese enthält ein Set von gesundheitsrelevanten Informationen sowie die Aufforderung, ein analoges Ernährungs- und Bewegungstagebuch zu führen. Optional können Betroffene auch in einer App sämtliche Bestandteile der Lebensstilveränderung abrufen und dokumentieren. Hausärzte wirken in Form von Zwischencoachings unterstützend und begleitend in dem Projekt mit.

Methodik

Die Wirksamkeit der Lebensstilintervention wird durch eine randomisierte kontrollierte Studie untersucht. Eingesetzt werden hierbei quantitative Auswertungen durch validierte Fragebögen und qualitative Auswertungen durch Fokusgruppen- und Einzelinterviews. Primärer Endpunkt ist das Körpergewicht. Darüber hinaus werden Bauchumfang, HbA1c-Wert sowie das Ernährungs- und Bewegungsverhalten und die Lebensqualität der Teilnehmer untersucht.

Konsortialpartner

AOK NordWest; BARMER; DAK-Gesundheit Vertragsgebiet SH; Techniker Krankenkasse; docevent GmbH Schleswig (Dr. Carsten Petersen); inav – privates Institut für angewandte Versorgungsforschung GmbH; Kassenärztliche Vereinigung Hessen; AOK Hessen

Ausgewählte Projektpublikationen

Bertram, N., Püschner, F., Binder, S., Schliffke, M., Göhl, M., Petersen, C. (2020). Dimini – Diabetes Mellitus? Ich nicht! In: Hahn, U. & Kurscheid, C. (Hrsg.), Intersektorale Versorgung. Best Practices – erfolgreiche Versorgungslösungen mit Zukunftspotenzial (S. 213-231). Berlin: Springer Gabler.

Ansprechpartner

Hans-Holger Bleß, Dr. Franziska Püschner

→ Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebsite.