Projekte

GefaS – Gesundheitsfachkräfte an Schulen

Heutige Gesundheitssysteme stellen Menschen vor die Herausforderung, Entscheidungen bezüglich ihrer Gesundheit zu treffen. Von hoher Relevanz ist in diesem Zusammenhang das Wissen, die Motivation und die Kompetenzen auf entsprechende Informationen zuzugreifen, sie zu verstehen, einzuschätzen und anzuwenden. Das dahinter stehende Konzept wird als Gesundheitskompetenz definiert und ist die Voraussetzung, um gesundheitsbezogene Entscheidungen bezüglich einer angemessenen Versorgung zu treffen. Die Gesundheitskompetenz ist somit auch ein wichtiger Prädiktor für den Gesundheitszustand eines Menschen. In Deutschland hat mehr als jede zweite Person Schwierigkeiten, gesundheitsbezogene Informationen zu verstehen. Hierbei zeigt sich ein Zusammenhang zwischen eingeschränkter Gesundheitskompetenz und niedrigem Sozialstatus.

Bremen und Bremerhaven stellen relevante Standorte zur Etablierung von Maßnahmen zur Förderung der Gesundheitskompetenz dar. In einigen Stadtteilen zeigen sich Ungleichheiten in den Lebensbedingungen sowie hinsichtlich Gesundheits- und Bildungschancen. Um diesen entgegenzuwirken wird an Bremer und Bremerhavener Grundschulen seit einiger Zeit das Projekt „Gesundheitsfachkräfte an Schulen (GefaS)“ durchgeführt.Die Ziele des laufenden Projektes umfassen: Stärkung der Gesundheitsressourcen von Schüler*innen, Lehrkräften und Eltern; Schaffung einer gesundheitsfördernden Schulumgebung; Verstärkte Öffnung der Schule zu gesundheitsbezogenen Angeboten im Stadtteil; Auf- und Ausbau von Netzwerkstrukturen.

Eine prozessbegleitende Evaluation ist häufig zentraler Bestandteil einer komplexen Intervention. Die prozessbegleitende Evaluation des kassenartenübergreifenden Projektes „GefaS“ wird durch das GKV-Bündnis für Gesundheit gefördert und im Zusammenhang mit der Evaluation kassenartenübergreifender Projekte durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) beauftragt. In der Evaluation von „GefaS“ wird erhoben, ob das zugrundeliegende Projekt erfolgreich umgesetzt wurde und demnach das Potenzial besitzt, verstetigt zu werden, um auch langfristig positive Auswirkungen zu erzielen. Zur Messung werden im Sinne eines Mixed-Methods-Ansatzes sowohl qualitative als auch quantitative Erhebungsmethoden eingesetzt. Der Fokus der Evaluation liegt verstärkt auf der Struktur- und Prozessevaluation. Es wird hierbei unter anderem erfasst, inwieweit es Hindernisse bezüglich der Projektumsetzung an den Schulen gibt, welche förderlichen Faktoren diesbezüglich existieren und wie die Zusammenarbeit der Gesundheitsfachkräfte mit den Schulbeteiligten und Eltern funktioniert.